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Vlog Rettungstransporthelfer Lehrgang

Anfang März 2017 war ich in der Rettungsschule Life Rescuers in Gümligen bei Bern (CH).

Dort haben wir viel Theorie und rund 13 Fallbeispiele auf Basis echter Einsätze simuliert und abgearbeitet.

In den untenstehenden Videos 3 dokumentiert und bearbeitete Fallbeispiele.

Unterstützt wurde ich dabei von der T+H Klüber-Stiftung, der Zangger-Weber Stiftung und  dem Hotel Metropole in Bern grossartig unterstützt!

In den Videos zu sehen:

Peter von Känel
Pedro Wittwer
Pascal Rey
Erich Haldemann (Kursleiter/Instruktor)
Raphael Grossen

Viel Vergnügen!


In diesem Fallbeispiel präsentieren wir Dir einen schwerverletzten Forstwart mit einem kritischen Allgemeinzustand aufgrund eines Pneumothorax bei einem Holzunfall und einem Bruch des Oberschenkels.

Viel Spass beim anschauen!
Feedbacks sind gerne Willkommen.
Bitte beachtet jedoch, dass Hier in diesem Fall das Team noch in Ausbildung ist und sich somit noch in der Lernphase befindet.

Rollenaufteilung:
Leader – P.R
Assistenz RTH: P. W
Fahrer RTH: R.G


In diesem Fallbeispiel präsentieren wir Dir einen schwerverletzten Autofahrer mit einem kritischen Allgemeinzustand aufgrund eines Pneumothorax, Hypoglykämie (starke Unterzuckerung), einem Volumenmangel (innere Blutungen) und einer Beckenfraktur (Bruch des knöchernen Beckens).

Viel Spass beim anschauen!
Feedbacks sind gerne Willkommen.
Bitte beachtet jedoch, dass Hier in diesem Fall das Team noch in Ausbildung ist und sich somit noch in der Lernphase befindet.

Rollenaufteilung:
Leader – P.R
Assistenz RTH: P.v.K
Fahrer RTH: R.G


In diesem Fallbeispiel präsentieren wir Dir einen schwerverletzten Motocrossfahrer mit einem kritischen Allgemeinzustand aufgrund einer allfälligen Verletzung der Wirbelsäule und einer Bewusstlosigkeit.

Viel Spass beim anschauen!
Feedbacks sind gerne Willkommen.
Bitte beachtet jedoch, dass Hier in diesem Fall das Team noch in Ausbildung ist und sich somit noch in der Lernphase befindet.

Rollenaufteilung:
Leader: P.vK
Assistenz RTH: P.R
Fahrer RTH: P.W


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Flüchtlingshelfereinsatz Juni 2016

Category : Flüchtlinge , Refugees

Ein weiteres Mal ging ich von Anfang bis Ende Juni in einen Flüchtlingshelfereinsatz nach Mittelhessen.

Kaum angekommen, bekomme ich die ersten Nachrichten von Flüchtlingshelfern, dass sich die allgemeine Lage sehr entspannt hat.

Jedoch sind viele Flüchtlinge über Libyen / Mittelmeer nach Deutschland gekommen. In meinem ersten Dienst in der Erstaufnahmeeinrichtung, fallen mir vor allem die vielen schwangeren Frauen auf, welche sich anhand der Grösse des Bauches schon im Endstadium der Schwangerschaft befinden. Ich ahne, dass es wohl öfters Einsätze mit beginnenden Geburten geben wird. Ich werde recht behalten.

Ich lerne Dr. A. kennen. Ein syrischer Arzt (Kardiologe aus Syrien), der als Flüchtling im Camp wohnt. Anfang des Jahres ist er mit seinen Kindern und Frau nach Deutschland geflüchtet, nachdem man sein Haus zerbombt hat und er seine Verwandten (welche ebenfalls im Haus lebten) verlor.

Als noch nicht anerkannter Flüchtling ist es ihm durch die Gesetze und die Vorgehensweise der Ämter noch lange nicht möglich, sein medizinisches Geschick und Handwerk dem Land zur Verfügung zu stellen, welches ihm Schutz bietet und im Alltag sich und seiner Familie mit Essen und Trinken versorgt.

Er zeigt mir einen Stapel mit Papieren, die er immer in seiner braunen Umhängetasche bei sich trägt. Es sind Zeugnisse und Diplome von seinen Aus- und Weiterbildungen im medizinischen Bereich. Innere Medizin sowie Kardiologie sind seine Fachgebiete. Noch am selben Tag, als wir uns kennengelernt haben, nimmt er einen Termin bei der Universität war. Diese werden seine Papiere offiziell übersetzen, damit diese beim Amt angenommen werden.

Während des interessanten Gesprächs ertönt der Klingelton des Einsatzhandys…

Am Telefon ist der Sicherheitsdienst, welcher mir aufgeregt meldet, das sich ein Bewohner mit einem Messer versuchte umzubringen. Der Puls steigt, meiner Dienstkollegin erzähle ich auf der 4-minütigen Anfahrt, was mir der Sicherheitsdienst am Telefon erzählt hat. Schon im Auto ziehen wir uns “Doppel-Schutz-Handschuhe” an.

Angekommen sehen wir gefühlt 20 Sicherheitsbeamte und einen Flüchtling, der auf einem Stuhl in der Mitte sitzt und an seiner knapp 1 cm tiefen Wunde leckt.

Er saugt das heraustretende Blut regelrecht auf. Irritiert hole ich mir die ersten Informationen vom Einsatzleiter des Sicherheitsdienstes.

Die Dolmetscherin vor Ort berichtet mir, dass er sein Blut wohl aufsaugt, weil er sich damit heilt. Von was genau, kann der Flüchtling und die Dolmetscherin mir jedoch nicht sagen. Angeblich war er schon öfters in einer psychiatrischen Klinik gewesen, wie mir mitgeteilt wird.

Kurz spreche ich mich mit meiner Dienstkollegin ab, dass wir ihn erst behandeln werden, wenn sichergestellt ist, dass er kein Messer und keine Klingen mehr auf sich trägt. Ich werfe einen kurzen Blick in sein Zimmer, ob es dort vielleicht noch verletzte gibt. Danach prüfe ich, ob es weitere Anhaltspunkte für weitere Verletzungen gibt, welche er sich zugezogen haben könnte. Nichts zu sehen. Nun fordere ich über Funk die Polizei, worauf mir die Leitstelle meldet, dass umgehend Polizeifahrzeuge losgeschickt werden.

Die Lage ist ruhig, und nach wenigen Minuten hören wir die Sirenen und es treffen mehrere Fahrzeuge ein. Der Patient wird nun von den Polizisten durchsucht und danach von meiner Kollegin und mir behandelt.

Die Polizei entscheidet nun, dass ein Paragraf 10 für den Patienten ausgesprochen wird, heisst also, dass der Patient nach Landesrettungsdienstgesetz (Bundesland Hessen) in eine Klinik oder psychiatrische Station eingewiesen wird. Dies auch gegen den eigenen Willen.

Für den Transport des Patienten fordert die anwesende Polizei einen Rettungswagen an. Der angeforderte Rettungswagen bringt den Flüchtling mit der Polizei zusammen in eine psychiatrische Klinik. Einsatzende!

Der Tag bescherte uns noch weitere Einsätze: Geburten, Krampfanfälle sowie bewusstlose Flüchtlinge, die gehörten irgendwann zu meinem Arbeitsalltag.

Der Blog würde nun unendlich lange werden, wenn ich von weiteren Einsätzen erzählen würde. Deshalb setze ich hier ein Ende.

Fast täglich hatten wir beginnende Geburten, vor allem von Frauen aus dem afrikanischen Raum. Und nein, was in den üblichen Filmen bei Geburten gezeigt wird, stimmt meisst nicht mit der Realität überein! 😉

 

Nebst den vielen Einsätzen in der Erstaufnahmeeinrichtung, verbrachte ich viele spannende Stunden auf den Rettungswagen der Johanniter-Unfall-Hilfe in Mittelhessen. Auch dort konnte ich viel für mein medizinisches Interesse lernen und mitnehmen.

Fakt also….

Es hat ein weiteres Mal echt Spass gemacht!

Im August beginnt hier in der Schweiz meine Ausbildung, weshalb ich mich mit dem Projekt nun baldigst verabschieden werde. Es war klasse! All meinen Sponsoren und Fördern möchte ich deshalb Danke sagen.

 


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Danke!

Category : Danke , Sponsoring

Liebe Freunde, Bekannte, Sponsoren, SpenderInnen und alle die, welche mich in irgendeiner Weise in den letzten Monaten unterstützt haben.

Seit September bin ich nun monatlich mindestens eine Woche für Flüchtlinge im Dauereinsatz gewesen.

Mein Ziel ist es, nach wie vor die medizinische Versorgung von Flüchtlingen, welche zu Tausenden täglich in Deutschland ankommen, zu gewährleisten mit einem Engagement, wie ich und viele weitere BürgerInnen dies tun.

„Flüchtlingshilfe 2.0“ ist für mich ein Projekt in welches ich sehr viel Herzblut und Zeit investiert habe.

Ich wollte den Menschen zeigen, dass es nicht viel braucht, um Menschen helfen zu können, welche alles verloren haben.

Man hat selbstverständlich meine Hilfe auch in Frage gestellt, da ich nach Deutschland helfen ging und nicht nach Griechenland oder auf die Balkanroute und mich einer Organisation angeschlossen habe.

Doch ich habe gemerkt, dass selbst Hilfsorganisationen und schon die Ehrenamtlichen in Deutschland schnell an eine Grenze kamen als teilweise bis zu 50’000 Menschen an einem Wochenende in München eintrafen.

Ein Teil dieser Menschen bringen nicht nur Hoffnung sondern auch Krankheiten und körperliche sowie seelische Leiden von der Flucht mit. Deshalb entschied ich mich nach Deutschland zu fahren und dort zu helfen.

Ich habe viele neue, schöne aber auch traurige Eindrücke gewonnen und habe mich deshalb entschlossen, weitere Einsätze zu leisten. Bisher waren es fünf Einsätze à 1-2 Wochen. Insgesamt habe ich 700 Einsatzstunden darin investiert und weit über 1’000 Flüchtlinge teilweise mit Ärzten versorgt.

Teilweise hatte ich noch meinen Einsatzpartner Andy Moser (Rettungssanitäter) dabei. Mit Ihm zusammen haben wir ebenfalls ein dutzend Menschen versorgt und Ihnen auch versucht ein Gehör zu schenken.

Es war für mich persönlich das schönste Projekt und auch die schönste Zeit, welche ich in den Camps verbringen konnte. Es öffnete mir den Horizont und zeigte mir, was für grosse Schicksale jeder Flüchtling mit sich herumträgt.

Ich möchte mich herzlich bei meinem Kollegen Andy Moser bedanken, mit welchem ich über 300 Einsatzstunden zusammen verbracht habe.

Außerdem geht ein großer Dank an die Firma Hüsler Berufskleidung AG und Albiro AG welche uns mit grossartiger Einsatzkleidung eingedeckt haben. Die Firmen Samsonite AG und Roraco GmbH (Österreich) haben uns zudem schnell und flexibel mit dem passenden Einsatzmaterial ausgestattet.

Allen SpenderInnen möchte ich ebenfalls ein riesen Dank aussprechen. Auch die Spendenbeiträge haben mich und mein Projekt sehr unterstützt.

Besonders freut uns, dass die Firmen Vici Druck&Stick GmbH und die Columbus Vertriebs AG mein Projekt auch weiterhin unterstützen möchten.

Auch im 2016 wird es Flüchtlingshilfe brauchen. Menschen mit Träumen und Hoffnung kommen nach Europa. Vielleicht nicht mehr über das Mittelmeer, jedoch über andere Wege werden Sie nach Deutschland flüchten. Deshalb machen wir uns ebenfalls wieder bereit.

Wir würden uns riesig über weitere Unterstützung freuen da es an allem wieder mangeln wird.

Auch künftig werden wir wieder über unsere Einsätze bloggen um die Flüchtlingshilfe der Bevölkerung näher bringen zu können.

Ich bedanke mich nochmals herzlichst für die Unterstützung!

Hochachtungsvoll

Pascal Rey


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Flüchtlingshelfereinsatz Dez. 15 & Jan. 16 (Teil 2)

Category : Flüchtlinge , Refugees

Manche Einsätze gaben uns jedoch bei der Alarmierung folgenden Gedanken:

Nach dieser mehrtägigen Schicht konnten wir uns für kurze Zeit einmal im Hotel erholen und gönnten uns ein leckeres Abendessen in einem mexikanischen Restaurant in der Innenstadt von Giessen.

Am nächsten Tag ging es wieder los und auch die Ärzte waren wieder vor Ort. Dementsprechend kamen natürlich auch mehr Patienten. Weit über 100 wurden allein in der Tagschicht untersucht.

Neben der medizinischen Untersuchung hatte ich Zeit ein paar Junge Erwachsene aus Albanien kennenzulernen.

Einer davon war Wirtschaftsstudent in Albanien und darf wahrscheinlich schon bald in Deutschland am Unterricht teilnehmen, um das Studium dann abschließen zu können.

Dem anderen habe ich in einer halben Stunde versucht beizubringen wie wichtig es für ihn sein wird Deutsch zu lernen und habe ihm viele Fragen über Deutschland, Kultur und Gesetze beantwortet, die er an mich gewandt hat.

Er zeigte mir stolz seine Fotos von einer Schweizer Baustelle, wo er einmal als Gipser in Zürich tätig war.

Man sah im förmlich an, wie gerne er hier arbeiten würde, um das Geld selber zu verdienen. Durch die Gesetzeslage geht das aber leider nicht…

Ich führte ein tolles Gespräch mit den Jungs und war überrascht das einzelne besser Deutsch konnten, wie manch Migrant welcher schon ein Jahrzehnt in Deutschland oder hier in der Schweiz wohnt.

Ich drücke den Jungs die Daumen das sie in Deutschland starten können denn wieso sollen Menschen die sich solch grossartig integrieren nicht auch in Deutschland leben können wie das Migranten machen?

Good Luck!

Nun etwas anderes…

Diese Einsatzwoche habe ich persönlich als “großartig” empfunden, ab dem Moment, wo mir der Arzt, mit Vornamen Marius aus einem nahe gelegenen Uniklinikum über den Weg lief.

Er war weder in der Erstaufnahmeeinrichtung angestellt noch hatte er eine Verbindung zu den Johannitern.
Folgendes ist passiert:

Ein Flüchtling ist am Sonntagabend in einem Zelt kollabiert und wir eilten mit zwei Rettungssanitätern und mir als First Responder zum Einsatzort. Nach gründlicher Abklärung wurde ein Rettungswagen alarmiert, welcher den Flüchtling stationär in ein Uniklinikum brachte.

Nach einpaar Tagen kam Marius (ein Arzt des nahe gelegenen Uniklinikums) mit dem Flüchtling in seiner Freizeit nach der Arbeit in die Flüchtlingseinrichtung und dies aus folgendem Grunde:

Der Flüchtling, welcher kollabiert war, hat seine Tasche mit Inhalt wie dem Handy und dem Portemonnaie und sämtlichen Ausweisdokumenten im Camp zurückgelassen, als er in das Krankenhaus kam.

Sofort gingen wir zu dritt auf die Suche und merkten nach einem 40-minütigen Marathon auf dem Camp, das die Situation aussichtslos war.

Wahrscheinlich wurde die Tasche samt Inhalt geklaut. Als dies dann auch der anwesende Flüchtling begriff, fing er an zu weinen. Auf seinem Handy waren sämtliche Erinnerungen an Verwandten und Freunden sowie Kontakte abgespeichert.

Auch für mich ein emotionaler Moment.

Nun, der Flüchtling/Patient und Marius stiegen in ein Taxi zurück in die Uniklinik, da sein Aufenthalt im Klinikum immer noch andauerte.

Ca. 2 Stunden später erhielt ich die Nachricht von Marius das sie zusammen aus der Klinik seine Frau, von welcher er im Krieg bei Kämpfen getrennt wurde, über diverse Umwege erreichen konnten. Zudem konnte auch gleich noch Kontakt zum Bruder hergestellt werden, welcher wohl in Aachen untergekommen ist.

Ende gut, alles gut!

Dank diesen vielen Eindrücken und Erlebnissen werde ich auch künftig weiter Einsätze leisten und bin gespannt, was noch so alles auf mich zukommen wird.

Danke auch meinem Einsatzpartner Andy für die tolle Zeit in diesem weiteren Einsatz!


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Flüchtlingshelfereinsatz Dez. 15 & Jan. 16 (Teil 1)

Category : Flüchtlinge , Refugees

Wie Blick am Abend mit einem Zeitungsbericht über mein Projekt berichtete, ging ich über die Feiertage ein viertes Mal in einen Flüchtlingshelfereinsatz. Im Vorfeld habe ich mir natürlich viele Gedanken gemacht. Auf ein leckeres Weihnachtsfondue oder ein Raclette zu verzichten ist nicht ganz einfach 😉

Am Freitag 25 Dezember kommen Andy (mein Kollege der Rettungssanitäter) und ich in Giessen an. Danach geht es ins Hotel, wo wir uns für den Einsatz aufrüsten.

Die neuen Einsatzkleider bringt manch Rettungsdienstler ins schwärmen.

Nun ist es 20Uhr und wir beginnen an diesem kühlen Weihnachtsabend mit der ersten Schicht. Mindestens 24 Stunden werden wir für erneut mehrere Tausend Flüchtlinge Ansprechpartner sein für alle medizinischen Vorfälle….

Durch das kalte Wetter warten auch jetzt wieder Dutzende Menschen mit Grippesymptomen, Erkältung und starkem Husten darauf von uns medizinisch untersucht und versorgt zu werden. Doch da gibt es leider einen Haken.
Ohne ärztliche Anweisung dürfen wir keine Medikamente ausgeben.

Leider denken viele Eltern auch, dass “viel warmen Tee trinken, warm einpacken, viel schlafen” ein Witz von uns ist. Zumindest lernte dies die Security als Standardausspruch beim Übersetzen. Somit zeigt sich wieder, dass viele fast ausschließlich nur an Medikamente glauben.
Gerade an Feiertagen wo in der Einrichtung die Ärzte Feiertage zuhause verbringen und auch die Kliniken in der Umgebung weniger Personal zur Verfügung stellen in Notaufnahmen und co. stellt dies immer wieder eine große Herausforderung dar.
Unsere Schicht beginnt mit einem wirklich sehr skurrilen Patienten….
Folgendes: Ein Flüchtling war in seinem Zimmer, als die Sicherheitsbeamten vom Gelände an die Tür geklopft haben. Erschrocken setzte er sich vom Bett schnell auf und knallt mit dem Kopf gleich 2-mal gegen eine Ecke des Fensters, welches gerade neben dem Bett geöffnet war.

So zog er sich 2 große Platzwunden an seinem Kopf zu, welche stark bluteten.
Sein Bruder im gleichen Zimmer kam dann auf die Idee ein Päckchen Tabak zu öffnen und eine große Hand von diesem über die Wunde zu streuen, um die Blutung zu stillen. Das hat so weit auch geklappt.
Als er nun zu uns kam, war jedoch leider der Tabak durch das Blut schon so eingezogen, dass es sich zum großen Teil stark verhärtet hat. Da wir innere Verletzungen nicht ausschließen konnten, gar einen Schädelbruch, kam er in das Krankenhaus.

Diverse Grippe und Erkältungspatienten folgten. Wir mussten leider die meisten abwimmeln mit dem Satz: “I´m sorry, her is no Doctor here for medicine. Monday Morning is a Doctor here”. Uns waren die Hände gebunden, da wir aufgrund der Gesetzeslage keine Medikamente ausgeben durften ohne die Anwesenheit eines Arztes.

Viele Kinder kamen mit Fieber welche wir nach kurzem Check in das Krankenhaus oder zum ärztlichen Bereitschaftsdienst zugeführt haben.

Die Nacht bescherte uns ein paar Einsätze in der Erstaufnahmeeinrichtung und weitere Kinder die aufgrund von Fieber (38.5-40.5°C) ins Krankenhaus kamen.

Am kommenden Tage ging es so auch weiter.

Unser Weihnachtsupgrade 2015

Unser Weihnachtsupgrade 2015

Aufgrund unseres Weihnachtsupgrades konnten wir die kleinen Menschen bei der Untersuchung kurz ablenken 🙂

Um ca. 2 Uhr nachts klingelt das Einsatztelefon mit dem Einsatzbefehl: Einer älteren Dame auf dem Camp ginge es schlecht. Sofort rückten wir aus und wurden vom Sicherheitsdienst gebeten in eine Wohnung zur Patientin zu gehen, die sich wohl im 3. ten Stock befand.

Dort angekommen fanden wir eine Patientin (Flüchtling) vor, laut eigenen Angaben war sie über 95 Jahre alt.

Sie ist mit ihrer Familie (welche ebenfalls den Altersdurchschnitt bei Ü60 hatte) gerade aus dem Bus gestiegen, welcher sie wohl direkt von der Grenze in die Einrichtung gebracht hat, und sei dann auf dem Weg in s Haus bewusstlos worden. Nach wenigen Minuten war sie wieder bei Bewusstsein und lief in den 3 Stock um sich schlafen zu legen. Ihr Blutdruck war sehr hoch und trotzdem bewerteten wir ihren Allgemeinzustand als Sehr gut obwohl sie nicht mehr die jüngste war. Aufgrund des Sturzes und des hohen Alters mussten wir zur Vorsicht einen Rettungswagen alarmieren, welche sie für eine Überprüfung in das Krankenhaus gebracht hat:

Sicher ist sicher!

 

Hier weiter für den 2.ten Teil! —> Teil 2 lesen!


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Flüchtlingshelfereinsatz Nov. 15

Category : Flüchtlinge , Refugees

Montag 9. November, 18 Uhr. Es ist ungewohnt dunkel.

Gerade komme ich am Bahnhof Giessen (Bundesland Hessen in Deutschland) an. Kurzfristig habe ich entschlossen Flüchtlingshelfereinsatz Nr. 3 durchzuführen.

Von einem Fahrer der Johanniter Unfall Hilfe werde ich abgeholt und direkt vom Bahnhof in die Erstaufnahme Einrichtung gebracht, wo ein Container mit einem Bett drin für mich bereit steht.

Dort angekommen sehe ich den Trubel der Kollegen in der medizinischen Station und merke spätestens jetzt, dass es wieder harte Tage sein werden. Vieles ist neu und seit meinem letztem und erstem Besuch anfangs Oktober hat sich viel verändert.

Die ärztliche Sprechstunde wurde von 08Uhr morgens bis 23Uhr Abends ausgeweitet.

Eine neue Ärztin ist im Team.

Irgendwie empfinde ich eine komische Stimmung, denke mir aber nichts dabei.

Nun, ich lerne die Ärztin, Frau J. kennen welche wohl frisch nach Ihrem Abschluss in der HEAE arbeitet. Man merkt Ihr sichtlich an das Ihr die Arbeit trotz des grossen Stress sehr viel Spass bereitet.

Als ich mein Koffer ausgepackt habe und alles eingerichtet habe, komme ich mit den anderen Sanitätern, welche gerade im Dienst sind, und der Ärztin zusammen. Wir tauschen uns ein wenig aus. Stephen berichtet mir das es wieder öfters Schlägereien gäbe und sarkastisch meinte ich: Mensch, jetzt hoffe ich schon, wenn ich nach 400 KM Anreise hier bin, dass es auch anständig Arbeit für mich gibt 😉

Hätte ich das bloss nicht gesagt!

Tag 1 / 08Uhr morgens in der HEAE (Hessische Erstaufnahmeeinrichtung) Giessen welche zurzeit über 6’000 Flüchtlinge beherbergte beginnt meine Schicht.

Kurz im Waschraum neben dem Container frisch gemacht und anschliessend die Arbeit aufgenommen. Flüchtlinge welche beispielsweise durch die kühlen Temperaturen und die noch sommerliche Kleidung wie z.b. offene Flip-Flops ohne Socken und kurze Hosen sich erkälten und/oder Fieber kriegen.

 

Wie schon im ersten Einsatzbericht vom Einsatz in Giessen im Oktober 2015 kommen auch diesmal wieder viele Flüchtlinge mit dem Wort: “Antibiotik” und zeigen dabei auf Ihre Lymphen. Bei der Untersuchung waren diese aber meistens noch nicht einmal angeschwollen.

 

Dazu hat mir der eine Dolmetscher auf unserer Medical Station eine gute Erklärung auf meine Frage: “Wieso möchten Flüchtlinge immer so schnell Medikamente?” geliefert.

Sein Beispiel war Albanien…

Dort soll es wohl so sein, dass das Gesundheitssystem eine Art Rendez-vous-System beinhaltet zwischen Apotheke und der Klinik. Wenn ein Patient in die Klinik geht, wird ihm dort meistens, egal wie einfach eigentlich die Symptome zu beheben sind, meist viel Medikamente verschrieben, die er dann in der Apotheke (welche mit der Klinik zusammen arbeitet) kaufen kann. Somit ist dies ein funktionierender Wirtschaftskreislauf welcher das Geld im inneren deren zwei Instrumenten Klinik und Apotheke einbehält.

Somit profitieren Pharma, Krankenhäuser sowie auch die Apotheke in einem System bei welchem Patienten eher mit Medikamenten vollgepumpt werden und dies je nach Medikament und deren Nebenwirkungen negativ auf den Körper auswirken kann.

 

Kaum waren die ersten Patienten behandelt hört man ausserhalb laute Schreie und der anwesende Sicherheitsdienst brüllt nahezu in die Funkgeräte das es wohl gerade eine Massenschlägerei gäbe. Kaum schauen wir aus dem Behandlungsraum hinaus, sehen wir dutzende Menschen mit Eisenstangen auf sich einschlagen.

Mehrere Sicherheitsmitarbeiter sehe ich runter Rennen und auch mir steigt die Nervosität deutlich an.

Es geht nur wenige Sekunden, bis mindestens 7 Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und hohem Tempo am Einsatzort eintreffen.

Mit einer Distanz von ca 100 Metern verfolgen wir aufgeregt den Verlauf und teilweise versucht man sich stur wieder auf die Arbeit zu konzentrieren.

Nach ca. 30 Minuten kommen die ersten Verletzen. Ein Sicherheitsmitarbeiter hat wohl einen starken Schlag gegen den Brustkorb und gegen den Kopf erlitten. Nach diversen Abklärungen und Erstmassnahmen empfehlen wir Ihn in s Krankenhaus zu schicken.

Die Ersten Flüchtlinge welche in die Schlägerei verwickelt waren, kommen nun mit Kopfplatzwunden und kaputten Shirts zur medizinischen Station.

Wer Opfer oder Täter ist, hat uns während diesen Massnahmen nicht zu interessieren. Auch die Polizei kommt hinzu und befragt einzelne direkt in den Behandlungsräumen. Abgeschirmt vom Trubel der draussen immer noch anhält.

Das Bild eines Sitzprotests auf der Zugangsstrasse zum Ausgang der Erstaufnahmeeintrichtung welcher sich anschliessend der Massenschlägerei bildet damit keine Fahrzeuge weg können bleibt mir noch immer im Kopf. Busse, voll mit Flüchtlingen welche einen Transfer erhielten und somit sich weiter in Deutschland aufhalten durften standen vor vielen Flüchtlingen welche eine ungewisse Zukunft in Deutschland hatten. Man sah von weitem wie nicht nur ausserhalb des Busses die Menschen nervös wurden, sondern auch im inneren des busses sah ich Menschen aufgeregt hin und her gehen, mit Ihren Händen fuchteln etc. Nun dachte ich mir… was wenn dem Busfahrer die Situation zu viel wird und er einfach auf das Gaspedal drückt? Aussen am Bus schlugen die Flüchtlinge mit Ihren Handflächen gegen den Bus und ein Buschauffeur könnte hierbei vielleicht die Nerven verlieren?

Bericht der Lokalzeitung in Giessen (Text anklicken)

Zum Glück ist all das nicht geschehen. Jedoch gab es auch am Abend erneut an zwei Orten gleichzeitig Massenschlägereien und ein grosses Polizeiaufgebot war auf Platz.

Gegen Abend ging plötzlich ein Feuermelder in einem Haus und wir bekamen Zeitgleich einen Noteinsatz für das gleiche Haus wo wohl Personen mit Pfefferspray herumgesprüht haben…

Feuerwehr, Polizei, Ambulanzen und der örtliche Sicherheitsdienst versuchen irgendwie das Haus zu evakuieren und nebenbei die Täter zu stellen, die verantwortlich für den Einsatz waren. Nun sind etwa 50 Einsatzkräfte vor und im Haus und kurze Zeit später steht fest: Fälschlicher Brandmeldealarm welcher wohl durch das Pfefferspray ausgelöst wurde. Täter sind wohl auch weg.

Da es durch diese Aktion keine Verletzen gab, hiess es für uns wieder Rückzug.

Nun, die Nächte in der Einrichtung waren sehr unruhig. Immer wieder kamen auch in der Nacht Einsätze bei denen wir auf dem Gelände ausrücken mussten.

Ein sehr spezieller Einsatz war in der letzten Schicht als das Einsatztelefon klingelte und die Leitstelle anrief. Sie meldete einen Einsatz an der Rö******strasse 6* und fragte mich ob ich wisse ob das noch zu unserem Gelände gehöre. Ich wusste selbst darauf keine Antwort. Es hat wohl ein Mann mit schlechten Deutsch und Englischkentnissen den Notruf gewählt und die Adresse genannt. Nun hiess es für mich und meinen Kollegen…. Schuhe an, Motor starten und fahren!

Am Einsatzort angekommen stellten wir fest das dies wohl kein Gelände der Flüchtlingseinrichtung ist für welches wir zuständig waren. Trotzdem habe ich dem Disponenten der Leistelle versprochen nachzusehen und dann gegebenfalles die Kollegen vom Rettungsdienst zu alarmieren.

 

Ein Mann sah uns und winkte hektisch herum. Notfallrucksack packen und dann hoch in den 1. Stock. Dort liegt ein Mann am Boden. Glücklicherweise wieder ansprechbar. Er klagt über Herzschmerzen und er fühlt sich garnicht gut. Während der Kollege die Vitalfunktionen Puls, Sauerstoffsättigung und Blutdruck misst, lasse ich mir von der Leitstelle einen Rettungswagen alarmieren.

Der Fall ist glücklicherweise gut ausgegangen.

Am nächsten Tag (Mittwoch) habe ich glücklicherweise Dienstfrei und versuche den Schlaf der Nacht ein wenig nachzuholen.

Anschliessend nimmt mich Rettungssanitäter Stephen Wirth am Nachmittag mit in die Stadt Giessen und zeigt mir die schönsten und auch spannendsten Orte.

Ein Boxenstopp in einem Supermarkt für Lebensmittel muss aber sein und deshalb gehe ich mir Verpflegung für die kommenden Tage holen. Einpaar Nudel/Gemüseaufläufe für die Mikrowelle und Frikadellen da für s Essen meist nur wenig Zeit übrig sein wird.

Am Abend unterstütze ich dann Einsatzkräfte der Johanniter bei einem Sanitätseinsatz in der Rittalarena in Wetzlar (eine Ortschaft nähe Giessen). Zu fünft stehen wir für die medizinische Erstversorgung vor Ort und ich erlebe tolle und vorallem humorvolle Persönlichkeiten im Team.

Der Event: Zauberkünstler Hans Klok. Der niederländische Zauberkünstler tritt für mehrere Hundert Menschen in der Rittalarena auf und liefert (so meine ich) eine grossartige Show ab.

 

Nach dem Einsatz geht es nachhause. Stephen bringt mich mit dem Einsatzfahrzeug nachhause zur Erstaufnahme Einrichtung.

Gerade hören wir über Funk das wohl ein Rettungswagen in der Erstaufnahmeeinrichtung benötigt wird. Natürlich bieten wir uns als First Responderunterstützung der Leitstelle an. Da der Disponent im Moment nicht verstand, warum wir sowieso zum HEAE Team gehören, sollten wir normal ohne Blaulichtfreigabe weiter fahren.

Das machen wir dann auch so.

Beim Eintreffen sehen wir gerade den Rettungswagen vor uns zur Einsatzstelle fahren. Da deshalb auch das First Responderteam auf dem Gelände besetzt ist, warten wir bei der Medical Station auf das Team.

Doch keine Minute da, kommt ein Mann zu uns und bittet uns aufgeregt um Hilfe.

Mit gebrochenem Englisch versucht er uns zu erklären das wohl seine Frau gestürzt sei und sich nicht mehr bewegen könne. Ohne überlegen übernehmen wir den Einsatz da das andere Team ja noch besetzt ist. Angekommen am Einsatzort stellt sich dann aber heraus das es wohl doch kein wirklicher Notfall ist. Sie möchte sich nicht behandeln lassen.

Nach einem kompletten Bodycheck (Körperabtastung) gibt es keine (MDS)Anzeichen für eine bedrohliche Kopf- oder Wirbelsäulenverletzung.

 

Nach dem Einsatz heisst es für mich Schlafen. Denn schon am nächsten Morgen beginnt meine zweite 24Stunden Schicht.

Diesmal mit dem Kollegen Marko, welcher als Rettungshelfer bei den Johannitern arbeitet. Den Humor von Ihm werde ich so schnell nicht vergessen. Ein klasse Typ! Gegen Abend wird er auf seinem Pager alarmiert und da ich im Nebenzimmer bin höre ich dies und warte im Gang schon auf Ihn. Da war er mehr als nur überrascht und ich meinte nur: Wir Schweizer sind halt die Schnelleren, wenns drauf an kommt 😉

Einsatzstichwort: Internistischer Notfall. Ein Rettungwagen wurde parallel zu uns ebenfalls alarmiert. Als wir ankamen bekamen wir einen jungen Herrn zu Gesicht, welcher wohl zusammengebrochen ist. Er trinkt und isst wenig bis nichts, erzählt er uns und zudem hätte er starke Schmerzen wegen einer Beinverletzung. Wenige Sekunden nach unserem Eintreffen erschien dann auch schon der Rettungswagen. Kurze Übergabe und dann heisst es zurück auf die Medizinische Station.

 

Bei jedem Einsatz, den ich auf dem Gelände leiste, denke ich im Nachhinein “Glück gehabt”!

Was ist wenn ich mich einmal an einer Krankheit eines Flüchtlings anstecke? Da ich nicht weiss das er diese hat weil er noch nicht registriert und somit auch noch nicht in unserem System verzeichnet ist? Bei jedem Einsatz mit Schutzanzug und Mundschutz aufzutreten würde doch ein komisches Gefühl vermitteln und je nach dem auch Panik verbreiten. Aber doch kommt mir manchmal der Gedanke wenn wir einen Patienten mit Verdacht auf Tuberkulose oder Meningitis mit dem Krankenwagen in die Klinik bringen lassen. Wie weit soll ich mich persönlich schützen und schauen das mir ja nichts im Einsatz passieren kann? Fragen über Fragen und trotzdem gilt für mich immer: Handschuhe an, bei jedem Einsatz!

Schon von meiner Ausbildung zum Samariter und als Tatortreiniger habe ich die Regel mit den Handschuhen IMMER angewendet, denn hier sollte man nicht sparen.

Brauchts jedoch auch noch den Mundschutz und den Schutzanzug bei der ersten Hilfe?

In meinem ersten Bericht der HEAE habe ich davon berichtet, dass es Flüchtlinge gibt, welche Krankheiten aus Heimatländern mitbringen, die wir in Europa schon längst wieder vergessen haben. Nun, dafür gibt es glücklicherweise in vielen Flüchtlingseinrichtungen Isolationsstationen. Bis Flüchtlinge jedoch dorthin kommen, müssen Sie registriert und dementsprechend von einem Arzt auf Ihre Gesundheit mit einem Standardprocedere untersucht werden. Das kann aufgrund der hohen Flüchtlingsanzahl dauern, was für mich absolut verständlich ist. Aber eben… Fragen über fragen…

Dass die neue Ärztin auch Humor bewies, merkte ich spätestens als ich mir einen Spass bei Ihr erlaubte. Nach ein dutzend Patienten konnte Maria endlich einmal kurz durchatmen und ruhte sich kurz am Tisch aus. Plötzlich lief ich rein mit ernstem Gesicht sagte ich: Maria, wir brauchen dich… wir reanimieren (Wiederbeleben) gerade jemanden!

Zwar blieb sie ruhig und kam sofort mit aber man sah an Ihren Gesichtszügen, dass sie angespannt war. Auf halber Strecke fing ich an zu lachen und sie merkte sofort das ich mir nur einen Spass erlaubt habe. “Paaaaascaaaaal” schrieh sie und rannte auf mich zu, ich erhöhte ebenfalls mein Tempo Richtung Ausgang und lief lachend davon 🙂 Nun, Spass im Team muss sein denn die Situation vor Ort ist teilweise auch für uns HelferInnen sehr belastend. Nicht nur die vielen Schichten sondern auch die vielen Schicksale.

 

Eines dieser Schicksale war z.b. ein Syrer welcher etwa so alt wie ich war. Sehr angeschlagen und auch einwenig dünnhäutig, wie ich schon von Anfang an gemerkt habe. Er sprach von Halsschmerzen und verlangte von mir umgehend Paracetamol. Seit Wochen hat er diese Schmerzen und kann nicht schlafen. Wohl ist er erst vor einer halben Stunde in der Aufnahmeeinrichtung angekommen und wurde gleich hier hoch geschickt. Als ich Ihm dann sagen musste, dass leider keine Ärztin mehr da ist, welche ihm die Medikamente geben könnte, brach er in Tränen aus. Nicht aus Enttäuschung, dass er keine Medikamente bekam, sondern weil er einfach am Ende war. Seine Eltern wurden vor seinen Augen von Kriegern umgebracht und die letzte Erinnerung ist ein Foto auf seinem Handy, welches Ihm auf der Flucht geraubt wurde. Ich nahm ihn kurz in den Arm und gleich brach er noch mehr in Tränen aus denn man merkte das sich bei ihm einiges angestaut hatte.

Anschliessend gingen wir kurz auf dem Camp spazieren und ich erklärte Ihm die Situation wegen den Medikamenten in Deutschland. Er weinte nochmals und gab von sich das Ihm die Schlepper versprochen hätten, er bekäme für jedes Problem im Deutschland die besten Ärzte welche immer für Ihn zur Verfügung stehen. Somit wurde er natürlich sehr enttäuscht als er diese Dienstleistungen nicht erfahren durfte.

Zum Schluss übergab ich Ihn dem Sicherheitsdienst, welcher Ihn zurück in sein neues und provisorisches Zuhause brachte.

War es richtig das ich Ihn umarmt und ihm Trost gespendet habe? Darf ich das als Helfer? War es richtig Ihm meine Schulter zu bieten? Meine Antwort die ich auf all diese Fragen fand welche ich mir selber gestellt habe: Ich bin auch nur ein Mensch! Ab und zu muss ich etwas nicht erklären oder kommentieren, sondern einfach nur zuhören und ertragen.

 

Am Freitag durfte ich mit Ramona, Angestellte in der Service Zentrale der Johanniter mit zu einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Langgöns. Diese hatte die Ehre, die Streckenabsicherung für Kinder am St. Martinsumzug durchzuführen. Mit Blaulicht ganz vorne in einem Feuerwehrauto war ein tolles Erlebnis. Die Kameradschaft und die Feuerwehrmänner/Frauen haben mich sehr herzlich aufgenommen. Schön war auch das die Feuerwehr viele junge Menschen in der Einsatzabteilung zählen darf, was ich sehr selten in Feuerwehren sehe…

Der Abschluss des Events feierten auch wir mit warmen Glühwein und einer Wurst.

Anschliessend ging es zurück in die HEAE, wo ich mich dann zum Team vor Ort dazugesellte.

In der Nacht auf Samstag gab es duzende Einsätze, welche ich mit Stephen zusammen gefahren bin.

Kurz vor 5Uhr Morgens erhält Stephen einen Einsatz mit dem Hinweis: Eine Dame hat Fieber.

Nun, wohl oder übel fahren wir auch zu diesem “Notfall” raus und stellen dann bei der Patientin eine Temperatur unter 38° fest. Nach diversen anderen Abklärungen empfehlen wir ihr am Montag früh zum Arzt zu kommen.

Danach lege ich mich für 2 Stunden hin da um 8Uhr meine eigentliche 24Stundenschicht beginnt.

Begonnen hat die Schicht sehr ruhig deshalb konnte ich mich noch einwenig ausruhen. Am Nachmittag und Abend kamen dann einzelne Einsätze hinzu wie Knochenbrüche, Schwächeanfälle und Fieber.

Die eigentliche Arbeit kam gegen Abend, als wohl eine Schlägerei stattfand. Der Sicherheitsdienst übergab mir einen Betrunken welcher wohl bei der Streitigkeit einen Schlag abbekommen hatte. Kaum war er vor der medizinischen Station, wurde er sackte er zusammen und wurde bewusstlos. Nebst dem vielen Blut im Gesicht und dem starken Alkoholgeruch aus dem Mund musste es nun schnell gehen… Rettungswagen alarmieren! Kaum habe ich den Notruf abgesetzt, kamen 3 Streifenwagen der Polizei und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit mehreren Tatverdächtigen, welche anschliessend durchsucht und befragt wurden. Neben diesem Trubel war da noch ein bewusstloser Patient und ich.

Als der Rettungdienst eintraf, gab es eine Übergabe für den Transport ins Krankenhaus.

Auch anschliessend gab es immer wieder Folgeeinsätze und die Arbeit ging uns nicht wirklich aus bis zum kommenden Sonntagmorgen.

Das war dann auch der letzte Tag, welcher ich auf dem Gelände der HEAE verbrachte da es am Abend zurück nach Basel ging.

Zum Schluss möchte ich euch jedoch nicht die schöne Geschichte zweier Albaner in meinem Alter erzählen…

Die beiden jungen Erwachsenen habe ich während meiner Woche kennengelernt. Sie konnten schon verwunderlich gut Deutsch sprechen und sind gerade mit bestem Wege dabei eine Ausbildung in Deutschland als Logistiker machen zu können. Die beiden haben sich wirklich angestrengt und dies zeigt mir dass, sofern der Wille da ist, jeder Fuss fassen kann.

Ich hoffe für die beiden nur das beste.

Zwar war es eine sehr anstrengende und belastende Woche, jedoch hat es wieder einmal richtig Spass gemacht.

Es ist eine Lebenserfahrung, die ich nie vergessen werde.

Deshalb werde ich über die kommenden Festtage wieder in eine Flüchtlingseinrichtung gehen und mich dort engagieren.

DANKE an die Johanniter Unfallhilfe e. V und die Menschen mit denen ich die Tage verbringen durfte 🙂

 

 


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Flüchtlingshelfereinsatz Okt. 15

Category : Flüchtlinge , Refugees

Kurzfristig war ich vom 6. Oktober bis zum 12. Oktober wiederholt ehrenamtlich für Flüchtlinge im Einsatz.

Doch bevor ich euch vom Einsatz und den Geschehnissen erzähle, muss ich euch aufklären, wieso ich zum Einen nicht alleine in diesen Einsatz ging, und zum Anderen wieso das Ganze so kurzfristig war.

Andy, ein junger Herr, welcher gerade in Österreich im Bundesheer die Ausbildung zum Notfallsanitätsunteroffizier (NFS) mit Notkompetenzen und zum Rettungsschwimmer macht, aber in Basel wohnt, steht mit mir schon seit einem Jahr per Facebook in Kontakt. Wirklich gesehen haben wir uns bis zum 6. Oktober noch nie. Er macht auf mich einen guten Eindruck.

Wir tauschten uns über Medizin, rettungsdienstliche Abläufe aber selbstverständlich auch über Politik aus.

Natürlich über Facebook! 😉

Und eines Tages (Montag 5 Oktober) beging ich einen Blick in meinen Kalender, der ausnahmsweise so leer war für die kommende Woche wie der Kühlschrank zu Hause und fragte ihn was er morgen und die kommenden 7 Tage vorhätte …

 

Andy: Eigentlich wollte ich nach Tel Aviv fliegen aber man kann alles umplanen… Was hast Du vor?

Ich: Hast Du lust einpaar Tage mit mir nach Deutschland in einen Einsatz zu gehen?

Andy: Ab wann denn?

Ich: Morgen? 😀

Andy: Bin um 21.00 Uhr bei dir und dann besprechen wir das Ganze. Ich bin dabei!

 

Nun haben wir kurzfristig am selben Abend noch mit der Johanniter Unfallhilfe Regionalverband Mittelhessen Kontakt aufgenommen und waren überrascht, wie dankbar, flexibel und engagiert diese uns für die Einsatzwoche alles organisierten. Unterkunft, Dienstfahrzeug und auch verpflegungstechnisch hat alles einwandfrei geklappt.

Am nächsten Morgen erhielten wir zeitgerecht die Meldung, dass es klappen wird, und packten unsere Koffer, damit wir um 13.00 Uhr auf den Zug nach Frankfurt – Butzbach

 

Andy und ich trafen uns 11:50h am Bahnhof SBB Basel, holten noch kurz Tickets und Verpflegung.

Dann konnte es losgehen!

Nach Ca. 4 Stunden Fahrt und selbstverständlich haben wir den Anschlusszug in Frankfurt für nach Butzbach nicht gekriegt (Deutsche Bahn halt)…

Um kurz nach 17 Uhr kamen wir dann in Butzbach an und wurden von M.K (Leiter Servicezentrale und Hausnotruf der Johanniter Unfallhilfe e. V) herzlich in Empfang genommen.

Darauffolgend wurden wir zum Johanniterhotel in Butzbach gefahren. Ein wunderschönes Hotel mit freundlichem Personal welches uns ebenfalls herzlichst in Empfang nahm.

Das Hotel kann ich im Nachhinein wirklich jedem empfehlen.

Die Zimmer, welche wir in Beschlag nehmen durften, waren wirklich toll eingerichtet. Grosse Dusche, Toilette aber auch ein grosses und bequemes Bett waren vorhanden.

Nun hiess es Abendessen, ein wenig die Stadt anschauen und Kraft tanken für den kommenden Tag.

Tag 1 in der HEAE (Hessische Erstaufnahmeeinrichtung) Giessen welche zurzeit über 6’000 Flüchtlinge beherbergte haben wir vor allem damit verbracht, dass ganze Gelände (welches sehr gross war) anzuschauen, die Ärzte und weiteres Personal kennenzulernen und ein wenig mitzuhelfen.

Hier war die sogenannte Medical Care Unit (eine provisorisch aufgebaute medizinische Station) mit mehreren Containern aufgebaut. 2 Behandlungsräume sowie einen Helferraum mit 2 Betten für die Nachtdienste und Verpflegung waren vorhanden. Zudem waren die Behandlungsräume wirklich super eingerichtet und hatte auch genügend Medikamente sowie Behandlungsmaterial.

Logistisch wurde auch einiges eingerichtet. Jeder Asylsuchende(r) erhielt eine Plastikkarte mit Name, Herkunftsland, Geburtsdatum und Foto, das mit einem internen Informationssystem verbunden ist.

Vor allem über die medizinischen Daten in der Ambulanz kann der Überblick behalten werden.

So ging es die kommenden Tage auch weiter bis….

Freitag nachmittag.

Der Leiter des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) Herr M.L kontaktierte uns am Nachmittag, ob wir am Samstag die 24h-Stundenschicht zu zweit (also Andy und Ich) für die Bereitstellung der medizinischen Erstversorgung sowie das First-Response mit unserem Krankenwagen auf dem gesamten Gelände übernehmen würden.

First-Responder, müsst Ihr wissen, sind qualifizierte Ersthelfer, welche die Zeit bis zum Eintreffen der Einsatzmittel von Rettungssystemen überbrücken. Dies war im Camp so aufgebaut:

Im Falle eines Notfalles gelangt eine Benachrichtigung über Digitalfunk oder Telefonanruf über die Notrufzentrale oder vom tagesleitenden Security-Mitarbeiter zu uns.
Mit einem Notfallrucksack und ein Security-Mitarbeiter fahren wir mit dem MTM-Fahrzeug zum Einsatzort und beurteilen die Lage. Sollten weitere Einsatzkräfte notwendig sein, werden diese von uns nachgefordert.

 

Selbstverständlich sagten wir zu, und freuten uns das man uns das Vertrauen für solch eine grosse Aufgabe schenkte.

Nun war es also schon fast eine Feuertaufe für uns da uns der eine oder andere schon einwenig belächelte und wir selbstverständlich zeigen wollten, was ”Schweizer Qualität” so alles mit sich bringt. 😀

Um 8 Uhr am nächsten Morgen begann unsere Schicht. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben solch gut aber auch so viel gegessen aus Skepsis, dass ich wahrscheinlich lange nicht zum Essen kommen werden. Andy hatte glücklicherweise schon Erfahrungen mit 24h-Diensten über das Militär bei der Berufsrettung in Wien gemacht.

Die Schicht brachte uns schon wenige Minuten nach Schichtbeginn die ersten Patienten. Offene Blasen, welche auf der Flucht nach Deutschland nicht versorgt wurde und somit zu einer grösseren Verletzung wurde.

Verdacht auf Herzinfarkt, Schwächeanfall, Verbandswechsel aber auch tiefe Platzwunden am Kopf waren Hauptbestandteil unserer Schicht.

Aus Gründen des Datenschutzes können wir nicht detailliert über die Krankengeschichten der Patienten sprechen. Ein paar allgemeine Aussagen können dennoch gemacht werden:

Die Patienten sind kooperativ. Vor allem verglichen mit Nachteinsätzen in europäischen Städten fällt das auf. “Shukran” (arabisch für Danke) war das Wort der Woche.

Viele tragen seelische und körperliche Narben ihrer Flucht. Aufgrund Personalmangel müssen die meisten alleine damit klarkommen.

Auffälligerweise verlangen Patienten für alles Mögliche Antibiotika als Symptombekämpfung. Dies scheint im Nahen Osten stärker als in Europa ausgeprägt zu sein. Viele sind sich nicht bewusst, dass für Fieber ein paar heisse Tee’s und Tage Bettruhe mehr bringen kann, als Medikamente, die längerfristig Magengeschwüre hervorrufen können und die Niere belasten.

Das Problem diesbezüglich war immer, dass wir als nicht-ärztliches Personal nie das Recht hatten, Medikamente abzugeben, da dies aufgrund der Erfahrung und Haftung Ärzten vorbehalten sind. Dies schienen die meisten nicht zu verstehen.

Im Rahmen der Anamnese fiel mir immer wieder auf, mit welchen gesundheitlichen Problemen viele zu kämpfen hatten. Diese Menschen leiden an Krankheiten, die wir in Europa mittlerweile vergessen haben und an Verletzungen, die sie auf der Flucht erlitten haben.

Somit können wir zwei froh sein, dass wir grundsätzlich gesund sind.

Andererseits haben die Flüchtlinge einen späteren Tagesrhythmus, dass sich auch auf den täglichen Arztbesuch auswirkt. Es kommen viel mehr am späten Abend, wenn keine Sprechstunde mehr ist, als am frühen Morgen. Ein ähnliches Phänomen kennen auch wir, nachdem mehr und mehr Personen zu irgendwelchen Zeiten in die Notfallaufnahme gehen, als zu Sprechstundenzeiten zum Hausarzt.

41 Patienten haben wir innert 24 Stunden bis zur letzten Minute unserer Schicht betreut. Ausser eine Mittagspause und wenigen Klopausen hielt uns die Arbeit durchgehend während 20 Stunden auf Trab.

Nun, das war’s und somit möchte ich mich vor allem bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Regionalverband Mittelhessen und deren MitarbeiterInnen Bedanken und ihnen viel Kraft für die weiteren Wochen/Monate in dieser Unterkunft wünschen.
Auch ein Danke an diverse SpenderInnen welche mich/uns kurzfristig finanziell für die Reise unterstützt haben.
DANKE DANKE DANKE!

PS: Unter meinem Facebookaccount haben wir unter dem Hashtag: #PUAFHTB (PascalUndAndysFlüchtlingshelferTagebuch) täglich einen Bericht veröffentlicht.

 


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Flüchtlingshelfereinsatz Sept. 15

Category : Flüchtlinge , Refugees

Vom 21. September bis zum 27. September war ich ehrenamtlich für Flüchtlinge im Einsatz.

Einsatzort war für mich das Flüchtlingscamp, welches von einem der grössten deutschen Rettungsdienstorganisationen betrieben wurde, dem Arbeiter-Samariter-Bund, auf dem Gelände der Polizeihochschule Frankfurt Hahn 2.

Dort waren rund 200 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern wie z.B. Syrien oder Somalia untergebracht.

Die sieben Tage welche ich dort mithalf, ergaben mir ca. eine Schlafzeit von insgesamt 16 Stunden (auf alle Nächte verteilt).

Der Sicherheitsdienst vor Ort freute sich sehr, als er hörte, dass nun auch in der Nacht eine medizinische Versorgung (zumindest vorübergehend) für Notfällen in den nächsten Nächten vorhanden wäre.

Unglaublich, wie menschlich die Damen und Herren des Sicherheitsdienstes mit der Situation vor Ort umgingen.

Schlägereien und grössere körperliche Vorkomnisse waren mir, zumindest in den sieben Tagen als ich vor Ort war, nicht bekannt.

Immer wieder hört und liest man in den Medien von Massenschlägereien, welche in solchen Flüchtlingscamps passieren. Als ich die Zustände in diversen Camps anschauen konnte, bemerkte ich, dass dies zum Teil auch verständlich ist, da es hin und wieder auch Auseinandersetzungen gibt. Es sind Menschen, die Wochen, beziehungsweise Monate auf der Flucht sind, teilweise kurz vor dem Ertrinken im Boot oder vor dem Ersticken im Lastwagen und körperlich und psychisch am Ende sind, nur um danach in einer kleinen Halle oder einem kleinen Zelt mit vielen fremden Menschen und wenig Privatsphäre untergebracht zu werden.

Stellt euch einen Kochtopf vor, der mit sprudelndem Wasser gefüllt ist. Der Kochtopf ist erhitzt und wenn man Ihm mit einer Kühlung nicht Entspannung bietet, überläuft er irgendwann. Und genau so ist es mit uns Menschen, denn Flüchtlinge sind genau wie wir.

Themawechsel!

Die Medical-Station, welche dort von einer Krankenschwester in einem kleinen Duschraum aufgebaut wurde, musste meiner Meinung nach vergrössert werden, was dann auch innerhalb von elf Stunden geschah, unter anderem mit der Hilfe von Flüchtlingen.

Die Patientenanzahl stieg rasant an und der Raum war einfach nicht für diesen Anstieg der Verletzten geeignet.

Mit zehn Flüchtlingen habe ich am Dienstag Abend um 20.00 Uhr begonnen die Station von einem kleinen auf zwei grosse Räume zu erweitern.

Die Flüchtlinge haben mich so grossartig unterstützt, sodass ich mich zwischenzeitlich kurz in einem Raum zurückziehen musste, da ich von diesem Eindruck beinahe überrannt wurde. Ich war so überrascht über dieses Engagement und diese Hilfe, wie ich sie in meinem Leben zuvor noch nie erleben durfte.

Fasziniert hat mich in dieser Woche aber auch das ehrenamtliche Engagement von einem deutschen Arzt, welcher mit dem Motto ”Deutschland hat mir soviel in meinem Leben geholfen, jetzt will ich etwas zurückgeben!” , täglich medizinische Sprechstunden für Flüchtlinge angeboten hat. Ich war das erste mal als sogenannter Arzthelfer bei Ihm im Einsatz und meiner Meinung nach klappte es trotz dem grossen Chaos sehr gut.

Für meinen Lebensweg hat er mir ganz tolle Tipps für das weitere Leben gegeben, welche ich auch immer bei mir behalten werde.

Am meisten berührt haben mich zudem auch seine beiden Geschenke für mich… Ein Original eines Leitmann Stethoskops  und eine originale Dr. House-Armbanduhr.

Es waren Geschenke, welche diesen schwierigen und vor allem auch körperlich sehr anspruchsvollen Einsatz zu einem tollen Erlebnis gemacht haben.

Nun ist es schon eine Woche her, seit ich aus dem Camp zurückgekehrt bin und doch bin ich noch täglich mit den Einzelnen im Kontakt.

Ich möchte wieder zurück, ihnen helfen da es mir selbst ja gut geht.

Andere nennen es Helfersyndrom, doch ich nenne es Helfen in Not!

Denn wenn ich in Not bin, kann es genau auf solche Menschen ankommen.

Ich werde alle Hebel Bewegung setzen, um baldmöglichst das Team vor Ort wieder unterstützen zu können.

Es war einfach unglaublich!

Danke an alle HelferInnen und Organisationen! Einige von ihnen sind:

 

  • Die Damen und Herren des Gesundheitsamtes
  • Die Örtliche Polizei
  • Der Sicherheitsdienst vor Ort
  • Der Arbeiter Samariter-Bund

Schön, dass die Zusammenarbeit so toll geklappt hat.

 

PS: Unter meinem Facebookaccount habe ich unter dem Hashtag: #PFHTB (PascalsFlüchtlingshelferTagebuch) täglich einen Bericht veröffentlicht.